Dienstag, 28. Februar 2017

Montag, 27.02.2017

wir sind angekommen am anderen Ende der Welt. Das war echt ein marathon bis hierher. Schon die Anreise mit der deutschen Bahn zum Flughafen am Samstag war abenteuerlich.
Bis Butzbach ca. 50km vor Frankfurt geht alles nach Plan. Auf einmal heißt es hier alles aussteigen, Bahn Oberleitungsschaden, nichts geht mehr. Auf dem bahnhofsvorplatz sammeln sich langsam Menschenmassen.
Kein Schienenerstzverkehr, keine Züge die mehr weiterfahren von hier. Der Flughafen und Neuseeland sind auf einmal unenlich weit weg. Ich versuche fieberhaft ein Taxiunternehmen ausfindig zu machen (wie ca. 100 andere Leute hier auch), und werde beim 4. dann auch fündig, die mir ein Großraumtaxi in einer halben Stunde versprechen.
Glück im Unglück, das das so prima klappt. Das Taxi ist pünktlich da und nimmt uns mit Fahrrädern und noch 6 weitere glückliche Fahrgäste mit gen Flughafen.
Kurze Zeit später sitzen wir im Flieger und der Flugmarathon geht los. 30h später sind wir dann in Christchurch. Mir stehen die Tränen in den Augen, als ich mein Fahrrad hier in Empfang nehme. Da muß eine Tonne Gepäck draufgelagert haben.
Verbogene Schutzbleche, geschenkt. Das Vorderrad ist eine einzige Acht, läuft aber immerhin noch so, das die Scheibenbremse nicht blockiert. Die Halterung für mein GPS hats einfach abgeschert vom Lemker.
Was solls fahren tuts noch. Christophs Rad hat zum Glück weniger abbekommen.
Die paar km bis zum Hostel in Christchurch sind dann zum Glück schnell aberadelt, wo iwr mittlerweile Montag abend ankommen. Beim ersten Bettkontakt im Hostel ist es um uns geschehen. Wir sind so kaputt, das prächtiges Durchsclafen garantiert ist.

Dienstag, 28.02.2017

Der heutige Tag ist für Besorgungen in Christchurch verplant. Ich versuche verzweifelt einen Bikeshop zu finden, der mein Vorderrad neu zentriert, kriege aber nur Absagen, niemand will mir das noch am selben Tag reparieren.
Hilft nix, muß ich so weiter fahren die nächsten Tage und hoffen das das Vorderrad so durchhält.
Nachmittags finden wir dann etwas Zeit uns Christchurch etwas anzuschauen. Die Erdbebenschäden von 2013 sind hier überall noch zu sehen. Viele freie Flächen, Baustellen, aber auch noch marode gesperrte Gebäude überall.
Das Stadtzentrum mit einigen viktorianischen Bauten ist nicht sehr groß, ansonsten ist Christchurch eine Barackenstadt.
Sehenswert ist noch der Botanische Garten, eine beeindruckende Parkanlage mit teils gigantischen Bäumen. Was einem hier sofort auffällt ist ein unglaublich lautes Zirpen und Grillen in den Bäumen, sowas hab ich noch nirgenswo gehört.
Abends fahren wir dann noch nach Brighton raus, sozusagen der Badevorrort von Christchurch an der Pacifikküste und genießen bei einer Flasche Wein das laue Abendklima mit Blick auf den Pacifik.