Montag, 27. März 2017

Montag, 27.03.

Unsere Fahrt geht heute weiter zum Cap Reinga. Das ist der nördlichste Punkt Neuseelands. Mit dem Wetter haben wir Glück, wir fahren raus aus unserer Regenfront, im Norden ist blauer Himmel.
Cap Reinga ist so ein magischer Ort, umgeben von der Tasmansee und dem Pazifik steht hier ein Leuchtturm hoch über dem Wasser. Die Buchten ringsum und Sanddünen bieten grandiose Fotomotive. Das hat schon was hier zu stehen. Danach gehts gleich in die nächste malerische Badebucht unterhalb Cap Reingas. An schwimmen ist hier nicht viel zu denken, aber es macht einen Heidenspass sich in die 3m hohen Wellen zu werfen.
Danach geht es wieder nach Süden, an der Ostküste entlang zur Doubtless Bay.
Die Doubtless Bay ist wirklich super, einsame urige Strände. In Mangonui machen wir stop, hier soll es eine alte Maori Festungsruine geben. Von der Ruine existiert aber nur noch ein Erdhügel, der aber ein hervorragender Aussichtspunkt über die Bucht ist. Ein Stück weiter in Hihi finden wir dann auch einen Campingplatz.






Dienstag, 28.03.

Nach der Doubtless Bay geht es für uns an der Ostküste weiter nach Süden zur Bay of Islands. Unterwegs machen wir einen kurzen Abstecher nach Whangaroa, das an einer kleinen Bucht liegt. Zu sehen gibts hier eine kleine viktorianische Kirche. Etwas weiter lockt uns ein Aussichtspunkt, ein einsamer Felsen über der Bucht. Eine ganz schöne Kraxelei dort hoch, aber der Aufstieg hat sich gelohnt, wir werden mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Dann geht es weiter zur Bay of Islands. Unser erster Anlaufpunkt hier ist Paihia. Der Ort ist von Touristen überströmt und nicht wirklich sehenswert. So machen wir uns schnell weiter nach Russell, wo uns eine Fährüberfahrt hinbringt. Hier sind nicht nur weniger Touris, auch der Ort ist wirklich niedlich. An der Strandpromenade stehen im Schatten alter Bäume nette Holzhäuser, im Hafen fährt gerade eine alte Holzbrigg mit 2 Masten ein. Der Ort verstrahlt eine gemütliche Atmosphäre, so ist schnell beschlossen, das wir am örtlichen Camping einchecken und den restlichen Tag hier noch genießen.






Sonntag, 26. März 2017

Donnerstag, 23.03.

Es geht nach Hobbiton. Wer den Herrn der Ringe gesehen hat, kennt das Hobbitdorf. Nach 1h Anfahrt sind wir auf der Touristenfarm. Hier gibt es geführte Touren durch das Filmdorf. Das ganze ist nicht billig, aber wirklich äußerst sehenswert. Das Farmland hier wurde von der Filmcrew damals per Hubschrauber gefunden. Neuseelands Hügellandschaften sind dafür auch einfach eine phantastische Kulisse. So ist hier wirklich ein ganzes Dorf entstanden, wobei die meisten Hütten nur Fassade sind und nicht begehbar, das ganze für 5min Film. Der Farmer dem das Land gehört, vermarktet das ganze jetzt für Besichtigungstouren weiter. Wirklich eine Superanlage. 5 Gärtner kümmern sich um die Vorgärten und die Anlage. Man meint wirklich im Hobbitland zu sein und Gandalf und  Frodo kommen gleich um die Ecke.
Danach geht unsere Fahrt weiter Richtung Westküste zu den Waitomo Caves. Das sind die berühmten Glühwürmchenhöhlen hier. Zu meinem Leidwesen ist Fotografieren hier verboten. Man kann es wirklich schlecht beschreiben, aber im Boot durch diese von Glühwürmchen beleuchteten Grotten zu fahren ist einmalig und hat schon was sakrales, man muß es erlebt haben.
Danach geht es weiter nach Nordosten, an die Südostseite von Cormandel. Gegen Abend kommen wir in Waihi an, hier gab es mal eine Goldmine. Als wir ankommen, wird die Stadt gerade von der untergehenden Abendsonne geflutet. Waihi ist eine der sehenswerteren Städte Neuseelands. Für uns gehts noch ein paar km weiter bis Waihi Beach, wo unser heutiger Campingplatz am Pazifik wartet.






Freitag, 24.03.

Der Morgen geht heut früh los für mich, ich will den Sonnenaufgang über dem Pazifik nicht verpassen. Halb 7 stehe ich am Strand, leider ist es im Osten sehr bewölkt, aber trotzdem ist der Sonnenaufgang noch recht imposant. Der gesamte Strand ist von Möwen bevölkert, die hier ein Festmahl an über Nacht angespülten Muscheln vorfinden. Für uns gibt es heute eine Beachtour, wir wollen die Ostküste von der Halbinsel Coramandel bis zu den Cathedral Coves hochfahren. Der nächste Strand ist bei Whiritoa und hat eine super Steilküste als Kulisse. Ein Bushwalk durch einen Wald mit Kauri Bäumen gibts heut auch noch. Hier soll es auch Kiwis geben, wir sehen allerdings keinen dieser scheuen Vögel. Danach geht es nach Hahei, hier gibt es die Cathedral Cove und noch einige urige Badebuchten zu bewundern. Wirklich ein Traum. Entlang eines 45min Walks sind hier die schönsten Strände aufgereiht, mit dem Höhepunkt der Cathedral Cove. Wirklich ein Traum. Mittlerweile abend checken wir im örtlichen Camping in Hahei mit ebenfalls traumhafter Badebucht ein. Äh warum war ich eigentlich nicht baden heute?, ich war glaub ich die ganze Zeit mit Fotos schießen beschäftigt.







Samstag 25.03.

Mit den ersten Sonnenstrahlen gehts erstmal in die Fluten des Pazifik baden. Besser kann der Tag nicht starten. Zum größten Teil sitzen wir heute im Auto, wir wollen zum Kauri Forrest nordwestlich von Aucķland. Das heißt wir fahren erstmal quer durchs Bergland von Coromandel. So landen wir auf einer Nebenstraße oder besser Sandpiste, der Tapu Coroglen Road. Es kommt schon fast Safari Feeling auf bei der kurvenreichen  Strecke durch Busch und Berge. Das wäre auch eine Superstrecke für eine Radtour. Am Ende der Straße stoßen wir auf die Rahaura Watergardens. Die einzige kurze Tour, die wir heute zu Fuß unternehmen. Der Garten ist wirklich sehr schön, mit idyllischen Seerosenteichen. Als Höhepunkt gibt es einen kleinen mehrstufigen Wasserfall zu bestaunen. Danach führt uns unsere Fahrt weiter an der sehenswerten Westküste Coromandels und weiter Richtung Auckland. 30km vor Auckland ist dann Schluß mit lustig. Hier beginnen die endlosen Vororte von Auckland und der Verkehr ist äußerst zähfließenf. So versuche ich uns über Nebenstraßen nach Auckland reinzuschleusen. Für Fotos ist kaum Zeit, ich bin vollauf damit beschäftigt uns hier durch zu lotsen. Man stelle sich eine Millionenstadt vor, die zu 90% aus Einfamilienhäusern besteht, entsprechend groß ist die Fläche, die Auckland einnimmt. Es dauert Stunden hier durchzukommen. Danach haben wir freihe Fahrt, die wir heute in Matakohe beenden. Hier gibt es ein kleines Museum zu Kauri Bäumen, der richtige Start für den morgigen Tag.






Sonntag, 26.03.

Wir starten heute mit der Besichtigung des Kauri Museums vor Ort. Hier bekommt man schnell einen Eindruck von der Bedeutung des Kauri Baums für Neuseeland. Nicht nur sein Holz wurde genutzt, auch das Kauriharz der mächtigen Bäume wurde von mutigen Kletterern abgezapft. Der Kauriwald hier im Norden ist das letzte Gebiet mit einem größeren Bestand an Kauri Bäumen, die im letzten Jahrhundert fast vollständig abgeholzt wurden. Einige km weiter sind wir dann im Kauri Forest. Auf den Walks durch den Urwald kann man nur staunen über diese mächtigen Bäume. Höhepunkt der Walks sind 2 mächtige Bäume, der Te Matua Ngahere und der Tane Mahuta (Vater der Bäume). Das ist wirklich der Hammer vor diesen Baumriesen zu stehen, 6m Baumdurchmesser. Man steht wirklich ehrfürchtig staunend vor diesen Baumriesen, das kann leider kein Foto wiedergeben. Der Tane Mahuta wird auf ein Alter von über 2000 Jahren geschätzt.
Die Strecke hier durch den Kauriwald ist äußerst kurvenreich, so kurvt man mit dem Auto hier mit 40kmh rum. Bis Rawene kommen wir heute, was an einer Bucht der Westküste liegt. Nach einem kurzen Walk durch ein kleines Sumpfgebiet hier, checken wir am Campingplatz hier ein, der eine gute Sicht über die Bucht hier bietet. Badewetter ist leidetr nicht mehr. Es nieselt den ganzen Tag schon und der Himmel ist zugezogen.







Mittwoch, 22. März 2017

Sonntag, 19.03.

Der Wind hat sch über Nacht gelegt. Beste Vorraussetzungen für unsere Kajaktour heute also. Eine Bootsvermietung am Hafen ist schnell ausgemacht. Die Preise für ein Kajak  für den Tag sind gut doppelt so hoch wie in Deutschland. Was soll der Geiz, nach Sicherheitseinweisung per Video gehts raus aufs Wasser mit unserem Kajak. Wir machen eine kleine Rundtour raus aus der Bucht von Picton in den Marlboroughsound. Vorbei an kleinen Inseln, mit den Bergpanoramas um uns herum. Vor allem Komorane und Robben kann man an Felsvorsprüngen am Ufer bewundern. An die Robben kann man wirklich sehr dicht ran, ohne das diese das stört. Es ist lustig ihnen zuzuschauen wie si sich in vertikal kreiselnden Bewegungen durchs Wasser schrauben. Delphine oder Orcas sehen wir leider nicht, diese sind hier nur manchmal zu sehen. Aber auch so ist es eine beeindruckende Kajakfahrt durch die fast unberührte Küstenlandschaft hier. Ein idyllischer einsamer Badestrand ist auch schnell gefunden, wo wir noch ausgiebig relaxen bevor wir das Boot wieder abg
eben müssen. Wiedermal ein rundum gelungener Tag.







Montag, 20.03.

Unsere Fähre legt heute früh um 9Uhr in Picton ab. Es geht nach Wellington. 3h Überfahrt von der Südinsel zur Nordinsel.
Als wir aus der geschützten Bucht des Marlboroughsound rausfahren, empfängt uns ein rauer Wind auf offener See. Langsam sehen wir die Berge der Südinsel hinter uns im blauen Dunst verschwinden. Die Einfahrt in die Bucht von Wellington ist vielversprechend. Auf einmal liegt eine richtige Stadt vor uns mit Skyline, ganz anders als wir es bisher von der Südinsel kennen. Im Hafen gebe ich schnell die Adresse unserer Autovermietung ein und schalte auf Fahrradnavigation. Heraus kommt eine Route wie sie ein Fremdenführer wohl auch nicht viel besser arrangieren könnte. So fahren wir an der Hafenpromenade entlang mit Blick auf See und Skyline, danach schickt uns mein Navi wohl Wellingtons steilste Straße Richtung Mt. Victoria hoch und zum Schluß fahren wir durch einen Tunnel direkt unterhalb des
Rollfeldes des Flughafens um doch noch tatsächlich an der Autovermietung anzukommen. Eine erste kurze Besichtigung Wellingtons haben wir so schon mal hinter uns. Unser Auto ist dann auch schnell nach kurzer Sicherheitseinweisung per Video startklar. Unsere Räder passen auch rein, Christoph kommt auch schnell mit dem Automatikgetriebe klar und ich beschränke mich auf meine Rolle als Navigator. Ein Hostel in der Innenstadt ist auch schnell gefunden. Danach gehts mit dem Auto nochmal auf den Mt. Victoria hoch. Der Aussichtspunkt hier oben ist wirklich Klasse. Man überblickt die gesamte Bucht von Wellington und hat eine Klasse Sicht auf die Skyline. Leider ist es etwas diesig und bewölkt heute, aber auch so ist das Panorama überwältigend. Die Kombination von See, Hügeln und Skyline erinnert mich etwas an Vancouver. Wellington ist wirklich eine schöne und sehenswerte Stadt. Danach gehts für uns zurück in die Innenstadt, wir wollen noch Max unseren Neffen treffen, der schon über ein halbes Jahr in Neuseeland auf Work and Travel unterwegs ist. Max erzählt uns, das er zur Zeit 6 Tage die Woche a10h als Bauarbeiter hier in Wellington arbeitet, er will das nächste halbe Jahr noch weiter nach Australien, Bali, Vietnam, Singapur und Thailand. Er kann uns auch gleich mit Tips für die Nordinsel versorgen, die er gut kennt.
So geht der Abend schnell rum.






Dienstag, 21.03.

Ein Teil des Tages ist heut noch für Wellington reserviert. Zum Frühstück gehts erst mal raus zum Oriental Beach. So kann der Tag anfangen, Kaffee und Muffins am Strand mit Blick auf See und Sķyline von Wellington. Danach gehts zu den Weta Studios, diese sind vor allem dadurch bekannt, das sie die Animationen, Kulissen, Masken ... für Herr der Ringe und den Hobbit gemacht haben, aber auch noch für viele andere Filme. Hier schauen wir uns eine Workshoptour an, die ein bißchen einführt wie die Modelle hier entstehen und wieviel Arbeit dahintersteckt um ein paar Minuten Film mit der perfekten Illusion zu produzieren. Schon sehr beeindruckend. Danach gehts ins Te Papa Museum, so eine Art Nationalmuseum, das zum größten Teil kostenlos besichtigt werden kann. Hier gibts wirklich viel Wissenswertes über Neuseeland, mit Ausstellungen zur Tierwelt, Erdbeben und Vulkanismus, Maorikultur oder die Besiedlung Neuseelands, unbedingt empfehlenswert.
Ein Abstecher in den Botanischen Garten bildet dann den Abschluss unserer Wellington Besichtigung. Die Lage des Gartens oberhalb der Stadt ist wieder Klasse. Man kann auch vom Hafen mit einer sehenswerten Standseilbahn hier hochfahren und einen tollen Blick auf die Stadt genießen. Wir können hier etwas gegen unsere Unkenntnis der örtlichen Fauna tun. Es gibt aber auch viele australische Pflanzen zu bewundern. DerEukalyptusbaum ist schon beeindruckend. Am späten Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg zum Tongariro Nationalpark. Das sind nochmal 350km zu fahren. Abends halb 9 kommen wir auf dem Camping dort an. Das Zelt ist schnell aufgebaut und über uns erstrahlt in der Höhe, in der wir uns mittlerweile wieder befinden, ein gigantischer Sternenhimmel.






Mittwoch, 22.03.

Es ist abend und wir sitzen glücklich und entspannt in einer heißen Thermalquelle unseres Campingplatzes in Roturua.
Was für ein Tag heute. Frühs kurz vor 6 gehts los. Wir packen schleunigst unser Zelt und alles zusammen. Wir wollen bis 7Uhr am Parkplatz des Tongariro Alpine Crossing Tracks sein. Danach soll es schwierig sein überhaupt noch dort parken zu können und wir wollen diesen Track unbedingt machen, ein Highlight jeden Neuseeland Besuchs. Am Parkplatz ist Superwetter. Wir beschließen die Regenklamotten nicht mitzunehmen. Vom Parkplatz fährt uns ein Bus zur anderen Seite des Tracks, von wo wir zu unerem Auto 20km auf dem Track zurücklaufen.
Als der Bus in eine dicke Wolkenschicht einfährt scherzen wir noch. Am Anfang des Tracks stehen wir dann in einer dicken Wolkenschicht, es nieselt unablässig. Mir ahnt schlimmes. Die Busse sind mittlerweile wieder abgfahren. Es gibt mur einen 20km durchs Gebirge da durch. Nach 20min ist meine Softshelljacke durch, weitere 20min der Rest bis auf die Haut auch, inklusive Fotoapparat, der bei der Witterung nicht mehr zu gebrauchen ist. Zu sehen gibts nix, wir sind in einer dicken Suppe unterwegs, ein paar Vulkangesteine und Flechten und Gräser am Wegesrand. Die Vulkane um uns sind nicht mal zu erahnen. Von hinten peitscht uns ein kalter Wind die nassen Klamotten auf die Haut.Wir werden immer schneller um die innere Heizung anzuschmeißen, das ganze hat plötzlich was von Überlebenskampf. Innerhalb von 4h haben wir den Parcour bewältigt, der eigentlich minimal 6,5h dauern sollte. Nix gesehen, pitschnaß bis auf die Haut, halb starr gefroren, aber überglücklich das Auto erreicht zu haben. So schafft man sich bleibende Erlebnisse. Wir beschließen schleunigst zu den heißen Quellen in Roturua zu fahren. Unterwegs statten wir den Huka Falls noch einen Schnellbesuch ab um zum Tagesabschluß dann im 40 Grad warmen Thermalbecken unsere geschundenen Glieder wieder auf Vordermann zu bringen. Was für ein Tag?!