Freitag, 10.03.2017
Unsere Fahradtour geht heute weiter. Für die nächsten 2 tage fahren wir quer durch die neuseeländischen Alpen auf die Westseite der Südinsel. Die erste Teilstrecke verläuft abseits der Straße entlang des Lake Wanaka. Danach geht es auf der Straße entlang de Lake Hawaea weiter, vor uns das Panorama der Alpen mit seinen schneebedeckten Gipfeln. Zum Glück ist wenig Verkehr auf der Straße, so das wir die Fahrt wirklich genießen können. Trotz das wir enlang eines Tals durch die Alpen rollen geht es ständig 100m rauf und runter.
Entlang der Straße gibt es ein paar kurze Walks durch den Regenwald hier zu Wasserfällen und anderen Aussichtspunkten, ein e willkommene Abwechslung zum Radeln. Kurz vor unserem Tagesziel lockt ein Walk zu einem Blue Pool, so verschwitzt wie wir sind können wir uns den nicht entgehen lassen. Nach 15min Wanderung durch den beeindruckenden Regenwald hier stehen wir auf einer Hängebrücke, neben der ein Wasserfall seine Fluten in ein natürliches Becken ergießt. Glasklares wirklich blaues Wasser schreit förmlich danach hineinzuspringen.
Die Erfrischung tut wirklich gut, länger als 20 sek hält man das baden aber nicht aus, eiskalt das Wasser.
5km weiter mit dem Rad haben wir dann unser Tagesziel erreicht. Ein DOC (staatlicher) Campingplatz mitten in den Alpen.
Dieser ist wirklich phantastisch gelegen, wir campen auf einer Wiese mit Blick auf die Alpen und den Fluß Haast unter uns im Tal. Diese DOC Campingplätze sind meist spartanisch ausgestattet, Wasseranschluß haben wir aber hier, wennn auch kein Trinkwasser, dafür sind sie aber spottbillig und an genialen Stellen gelegen.
So genießen wir hier die untergehende Sonne mit Blick auf das Bregpanorama vor uns. Wenn da nicht das Problem der Sandfliegen wäre, hier machen wir zum ersten mal Bekanntschaft mit diesen kleinen lästigen Biestern.
Samstag, 11.03.2017
Das Wetter hat in der Nacht umgschlagen. Die Nacht durch hats geregnet. Bisher hatten wir echt Glück mit dem Wetter hier, nur Sonnenschein. Den ersten Sonnenbrand hab ich auch schon hinter mir, obwohl es gar nicht so warm war hier, aber irgendwie scheint die UV Strahlung hier höher zu sein als in Europa.
Zumindest scheit jetzt erst mal Schluß zu sein mit Sonne. Es nieselt den ganzen Tag lang, was solls unsere Fahrt geht weiter. Haast an der Westküste ist unser Ziel für heute, wo wir dann nachmittags auch ankommen. Haast ist kein wirklicher Ort, bis auf ein paar Übernachtungsmöglichkeiten, einen Campingplatz und einen überteuerten Supermarkt gibts hier nichts weiter.
Um dem schlechten Wetter etwas auszuweichen beschließen wir die nächste Strecke zum Franz Josef Gletscher mit dem Bus zu fahren. Das Ticket können wir hier einfach an der Rezeption unseres Campingplatzes buchen.
Sonntag, 12.03.2017
Echtes Westküstenwetter, es regnet. Wir packen unser nasses Campingzeug zusammen und machen uns auf zur Busstation. Gegen 12 Uhr geht unser Bus zum Franz Josef Glacier. Wie gut im Bus zu sitzen bei diesem Mistwetter. Die Sicht geht gegen null heute, alles diesig und mit Wolken zugehangen. Der Busfahrer erzählt zwischendurch ein bißchen was zur Strecke die wir fahren und macht zwischendurch kurze Fotostops, alles Touris im Bus.
Am späten Nachmittag kommen wir dann am Franz Josef Gletscher an. Wir beschließen uns im nächsten Backpacker Hostel einzumieten bei diesem Wetter. So landen wir in einem 5 mann Zimmer, das wir uns mit 2 anderen Deutschen teilen, die mit dem Auto ebenfalls die Westküste hoch unterwegs sind. Die Backpackers sind wirklich gut ausgestattet hier, Duschen, Küche mit Inventar, das man nutzen kann, alles da, man braucht eigentlich nichts selber mitzubringen.
Gegen abend machen wir uns mit den Rädern nochmal auf zum Gletscher. Nach einer kurzen Anfahrt durch einen regenwaldtrail, gehts dann nur noch zu Fuß weiter. Auf grund des Wetters sind nur wenige touris noch unterwegs zum Gletscher. So stapfen wir durch die Geröllhalden, die der Gletscher vor Jahrzehnten, als er noch km länger war, hinterlassen hat. Um uns herum ist alles in Dunst und Nebel versunken, so das alles ein bißchen wie Mondlandschaft anmutet.
Vor uns schimmert durch den Dunst die weiße Gletscherwand. Ganz bis ran kann man an den Gletscher aus Sicherheitsgründen hier nicht gehen, wer mehr vom Gletscher sehen will, kann im ort unten Hubschrauberflüge auf den Gletscher buchen, bei dem Wetter fliegt allerdings keiner. Nach kurzem Fotostop unterhalb des Gletschers gehts für uns schleunigst zurück ins warme trockene Motel.
Montag, 13.03.2017
Für uns gehts wiedermal mit dem Bus heute weiter nach Hokitika, die beste Option bei diesem Wetter. Der Busfahrer, unser alter Bekannter von gestern, empfängt uns schon grinsend :): "No biking?" --"No"!
Wie gestern müssen wir bei ihm nichts für unsere fahrräder bezahlen, super. Viel zu sehen ist auf unserer Fahrt nach Hokitika wieder nicht, es ist immer noch alles im Dunst verschhwunden. Ein paar Biker auf der Straße, die wir genügend bemitleiden.
Gegen Mittag kommen wir in Hokitika an. Hokitikan ist wieder so ein Touristen Hotspot an der Westküste, vor allem bekannt durch die Verarbeitung von Jade und Goldschmuck. Eigentlich nur ein Örtchen mit den üblichen auf Touris ausgerichteten Shops und Cafes. Unser erster Weg führt uns erst mal an den Strand zur Tasmansee, ein kleiner blauer Fleck ist am Himmel auszumachen.
Schon beeindruckend wie die meterhohen Wellen sich hier am Strand brechen.
Heute abend wollen wir dann nochmal zum Strand um vielleicht doch noch einen Sonnenuntergang an der Westküste zu erleben.


















Ich freue mich für Euch!!
AntwortenLöschenLake Wanaka fand ich auch ziemlich surreal. Berge und Palmen.
Und die Bisse der Sandliegen: nicht kratzen, auch wenns juckt!!!!!!!!!!!!!
Ralph E.