Donnerstag, 2. März 2017

Mittwoch, 01.03.2017

Viertel vor 6 klingelt heut früh der Wecker.Wir müssen kurz nach 7 an der Bushaltestelle sein. Von dort geht unser Bus ins Inland nach Twizel. Ca. 4h fahrtzeit bis dorthin. die ersten 2 Stunden fahren wir an endlosem Farmland mit Kühen und Schafen vorbei, unterbrochen nur durch 5m hohe schnurgerade Hecken Danach wirds hügelig, ständiges hoch und runter, keine gemütliche Fahrradstrecke.
Es geht vorbei am Lake Tekapo, der aber größtenteils in Dunstschleiern liegt. Vor uns tauchen die neuseeländischen Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln auf.
In Twizel haben wir dann 3h Zeit bis unser Bus Shuttle uns zum Mount Cook bringt. Die Abfahrtstelle des Shuttles liegt direkt vor einem Fahrradladen und ich nutze die Gunst der Gelegenheit und frage ob es möglich ist mein Fahrrad noch schnell in einer Stunde zu reparieren. Die beiden Monteure sind supernettinnerhalb von 20 min ist ohne große Anstalten mein Vorderrad neu zentriert und ich bin überglücklich.
Die Fahrt zum Mount Cook ist dann schon echt beeindruckend, es geht vorbei am Lake Pukaki mit Sicht auf die Berge bei mittlerweile strahlend blauem Himmel.
Die farben sind der Wahnsinn, leuchtend gelbe Wiesen, gesprenkelt mit grünen Büschen, dahinter der blaue Lake Pukaki und über dem thronen die schneebedeckten Gipfel der neuseeländischen Alpen.
Der Campingplatz liegt auf 800m Höhe hier direkt zu Füßen der Berge. Das zelt ist schnell aufgebaut und die erste Nudelmahlzeit mundet dank Zwiebelbeigabe von unseren Zeltnachbarn hervorragend.
Am Abend findet sich dann auch schnell wie von selbst eine kleine deutschsprachige Truppe zusammen. So wirds noch richtig gesellig. Ein Pärchen mit Bergsteigererfahrung, die morgen zur Müller Hut und noch ein Stück weiter hoch wollen, ein Schweizer Student, der durchs Land trampt und eine bayerische Studentin, die irgendwie keinen Plan hat und geradmal Zelt und Schlafsack dabei hat.
Nachts eröffnet sich hier über uns ein gigantischer Sternenhimmel, es ist hier wieder die gesamte Milchstraße zu sehen. Ein Wahnsinns Anblick. Leider sind uns hier nur sehr wenige Sternbilder vertraut die wir von unserem nördlichen Sternenhimmel kennen, wie z.B. der Orion, der Rest ist uns komplett unvertraut.


Donnerstag, 02.03.2017

Heut ist Wandertag. Das Bergsteigerpärchen von gestern ist bereits früh halb 5 aufgebrochen, bei uns gehts da gemütlicher erst 8 Uhr los. Die erste Wanderung führt uns durchs Hooker Valley zum Hooker Glacier unterhalb des Mount Cook. Traumhaft schön geht es entlang des Gletscherabflusses im Tal über mehrere Seibrücken zu einem kleinen Gletschersee, in dem große Eisbrocken treiben.
Fotomotive ohne Ende. Am fühen nachmittag sind wir dann wieder auf dem Campingplatz zurück. Mittlerweile sind auch die beiden Bergsteiger Mark und Janette von ihrer Tout zur Müller Hut zurück. Nach einem kurzen nachmittäglichen Plausch, machen die beiden sich dann auf, sie wollen heute noch weiterfahren nach Wanaka. So verabschieden wir uns, viellleicht laufen wir uns ja demnächst an einem von Neuseelands Hotspots wieder über den Weg.
Das war eine wirklich lustige kurze Bekanntschaft. Für uns gehts nachmittags noch mit dem Rad ins Tasman Valley, dort können wir nach kurzer Wanderung noch den Tasman Glacier bewundern und einige kleine wirklich idyllische Blue Lakes, welche komischerweise grün sind.









Freitag, 03.03.2017


10 Uhr sitzen wir heute auf unseren bepackten Rädern heute. Die erste größere Radetappe steht heute an. Zuerst geht es die Strecke bis Twizel zurück, die wir 2 Tage zuvor mit dem Bus gekommen sind. Es gäbe noch eine andere Strecke. Einer der Great Rides geht hier auf der anderen Flußseite los, der "Alps 2 Ocean". Um dorthin zu kommen muß man allerdings einen Hubschrauber mieten, was unsere Reisekasse etwas übersteigt. So fahren wir erstmal Straße, was nach der langen Winterpause auch erstmal ganz gut ist.
Unterstützung kriegen wir von einem böigen Wind, der uns teilweise wie ein Lift die Hügel hochschiebt. Blöd wirds nur wenn einem die Windböen plötzlich seitwärts ins Rad reinkrachen. Stellenweise haben wir das Gefühl 45 Grad geneigt zu fahren, bei mancher Böe, die uns seitwärts erwischt. Die ersten 60km bis Twizel sind so schnell gemacht, es geht wieder vorbei am Lake Pukaki. In Twizel machen wir nochmal kurz stop an meinem Lieblingsfahrradladen und werden auch gleich freundlich begrüßt. Danach gehts nach kurzer Pause weiter nach Omarama.
Die ersten 10km gibts jetzt Gegenwind, verdammt mühselig auf einmal, nachdem wir die ersten 60km fast geflogen sind.
Nach Punkt 99km erreichen wir dann Omarama, hier gibts einen Holyday Park zum campen, welcher mit allem ausgestattet ist.
So können wir unsere energiehungrigen Akkus endlich wieder aufladen. Direkt hinter unserem Zelt hier ist ein Bachlauf, eiskalt aber macht müde Männer munter. Ein kurzes Bad dort bringt unsere Lebensgeister zurück.




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