Sonntag, 5. März 2017

Samstag, 04.03.2017

Wichtigstes Ereignis heute für mich: Zigaretten sind alle. So teuer wie die Dinger hier sind, muß ich mich irgendwie mit meiner E-Zigarette über Wasser halten.
Unsere Strecke führt uns entlang des "Alps 2 Ocean" Trails (kurz: A2O) wieder Richtung Osten, wie der Name schon sagt der Küste entgegen. Heute haben wir kein Glück mit dem Wind, der uns beständig entgegenbläst, nicht sehr stark, aber ausreichend um uns auszubremsen.
Die Strecke führt uns hier durchs Hügelland entlang mehrerer aufgestauter Seen samt 2 großen Dämmen mit Wasserkraftwerken.
Das ganze bei fast strahlend blauem Himmel. Auffallen tut einem hier in Neuseeland sofort, das gleich neben den Straßen alles mit Drahtzäunen abgesperrt ist, jeder m² Weideland.
In Duntroon ist heute Schluß für uns. Zum Glück gibts hier einen Gemeindecampingplatz, einfach ausgestattet mit Selbstregistrierung, aber alles da was man braucht.
Von hier wollen wir dann morgen vom "Alps2Ocean"-Trail abbiegen und auf "Danseys Pass" weiterradeln.





Sonntag, 05.03.2017

Was für ein Tag, ich bin heilfroh, als wir gegen abend auf dem Camping in Naseby einrollen. Völlig erschöpft und mit Sandstaub rundrum eingepudert. Frühs die ersten 10km auf Asphalt gehen noch gut los. Eine Steigung von 150 auf 500 Höhenmeter schlucken wir weg.
Danach ist Schluß mit Asphalt. Die Piste besteht aus einer staubtrockenem Sand, stellenweise Kies, jede falsche Lenkbewegung wird mit Rutschen bestraft, so sind nicht nur Steigungen schwer zu fahren, auch abwärts gehts nicht schnell. Die Strecke ist ein einziges Auf und Ab, größtenteils durch Farmland, das heißt alles mit Zäunen abgeteilt, keine Bäume, kein Schatten und die Sonne brennt unbarmherzig.
Irgendwann zieht sich der Weg dann zu Dawnseys Pass auf 900m hoch. Kurz vorm Gipfel kommt uns ein Auto entgegen, wir müssen wohl ziemlich fertig aussehen, und wir kriegen Äpfel geschenkt und ermuntert, das es bis zum Gipfel nicht mehr weit ist. Kann mich nicht erinnern, wann der letzte Apfel so lecker war. Danach gehts dann fast nur noch bergab, nur die letzten 10km kurz vor Naseby wirds nochmal zur Berg und Talfahrt, die uns die letzten Energien rauszieht.
Wir sehen aus wie die Sandmänner als wir völlig eingestaubt auf dem örtlichen Zeltplatz einfahren.
Glücklicherweise ist der Camping hier wieder top ausgestattet und nach heißer Dusche und ausgiebigem Nudelessen gehts uns wieder deutlich besser.




Montag, 06.03.2017

Heute früh gehts etwas später los, wir müssen erstmal unsere Räder von der gröbsten Staubschicht befreien und Kette und Schaltung vor allem etwas pflegen. Danach gehts für und nach ein paar km Straße auf den "Otago Central Rail Trail", wieder einer der Great Rides hier. Dieser ist aber wirklich gut ausgebaut mit einer Sand-Kiesdecke und familientauglich. Steigungen nicht mehr als 4% und auch der Wind meints heute gut mit uns. So wird das ganze mal ein entspannter Radeltag.
Zum großen Teil rollen wir hier wieder durch Weideland. Die Kiwis habens tatsächlich geschafft anscheinend fast die gesamte Fläche östlich der NZ-Alpen baumfrei und zu Weideland zu machen, find ich irgendwie nicht so doll. 2 Tage durch Weideland radeln reicht, da gibts nicht allzuviel neues zu sehen. Das mit bemerkenswerteste ist ein General Store in einem Nest auf dem Weg, der wirklich niedlich ist.
Bis Omakau rollen wir heute, dort gibts wieder einen gut ausgestatteten Campingplatz. komplett ausgestattete Küche, Dusche ...alles da, da können sich die meisten Campingplätze in Europa ne Scheibe abschneiden.
Ein Sixpack Bier haben wir uns am letzten Supermarkt auch noch mitgenommen, der Abend ist gesichert.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen